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Warum wir der Standort Graf-Stauffenberg-Kaserne in Sigmaringen geschlossen?
Was sind die wirklichen Gründe die zu der angekündigten Schließung führen
Herrn Bundesminister Dr. Thomas de Maiziere Bundesministerium der Verteidigung Stauffenbergstr. 18 10785 Berlin
Sehr geehrter Herr Minister,
wir, die Bürger der Kreisstadt und der Raumschaft Sigmaringen, protestieren mit aller Entschiedenheit gegen die Schließung der Graf-Stauffenberg-Kaserne in Sigmaringen.
Bis heute haben wir keinerlei Begründungen für diesen radikalen Schritt erhalten.
Es ist uns unverständlich, wie Sie einer der kleinsten Kreisstädte in Baden-Württemberg, zudem in einer strukturschwachen Region gelegen, durch die Auflösung des Standorts neben weiteren Schließungen und Reduzierungen im Umland mit der schwerwiegendsten Entscheidung der gesamten Reform eine Bürde in diesem Ausmaß auferlegen konnten.
Offensichtlich haben Sie die lange Tradition von Sigmaringen als Garnisonsstadt, als erstrangigen Ort des Gedenkens an den bedeutendsten Widerstandskämpfer der Wehrmacht gegen Hitler und das Dritte Reich, Claus Schenk Graf von Stauffenberg und die enge Partnerschaft zwischen der Stadt und der 10. Panzerdivision und weiterer Truppenteile nicht zur Kenntnis genommen.
Es mag richtig sein, dass es nicht Aufgabe der Bundeswehr ist, Belange der örtlichen Infrastruktur und der Wirtschaft zu berücksichtigen.
Aber es gehört zu Ihren Aufgaben als Minister und Politiker, unverhältnismäßigen Schaden von den Bürgern abzuwenden, Grundsätze der gerechten Lastenverteilung zu beachten und sozialen Belangen Rechnung zu tragen.
Es darf angenommen werden, dass erfolgreiche Seilschaften andernorts das Pendel zu Ungunsten des Standorts Sigmaringen haben ausschlagen lassen.
Wir bedauern außerordentlich, dass wir weder vor noch nach dem erfolgten Beschluss vom 24. Oktober gehört oder informiert wurden und wir durch diese Entscheidung mittel- und langfristig in unserer Entwicklungsfähigkeit beeinträchtigt werden, mit negativen Folgen auf allen wirtschaftlichen, gesellschaftlichen und sozialen Ebenen.
Gegen diese Unverhältnismäßigkeit protestieren wir, die Bürger der Stadt Sigmaringe nund der Region Sigmaringen, mit aller Deutlichkeit.
Ich bitte Sie auf diesem Weg, mir in einer ehrlichen Antwort die Gründe für diese Entscheidung darzulegen.
Sigmaringen, 22 November 2011
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